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Schneeschuhtour 2012 Fanesalpe Dolomiten

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Teilnehmerbericht zur Schneeschuhtour 2012 - Fanesalpe Dolomiten

Am 18.02.2012 fuhren wir Peter,Uwe,Jörg,Ralf,Michael und Werner bei eisigen Temperaturen und Problemen mit teils eingefrorener Scheibenwaschanlage Richtung Dolomiten. Durch mehrere Stops ausgebremst sind wir doch noch in Pederü angekommen, zogen wir unsere Tourensteifel und warme Sachen an, schulterten unsere Rucksäcke bepackt mit Schneeschuhen und starteten mit flotten Schritten, damit wir selbst warm wurden dem Gasthaus Fanesalpe auf Klein Fanesalm entgegen. Nach gut 2 Stunden erreichten wir noch vor einbrechender Dunkelheit das
stilvoll eingerichtete Gasthaus auf 2060m. Die freundliche Wirtin hielt nur für unsere Gruppe ein schönes Zimmerlager bereit und wir konnten unsere Sachen in einer großen Kommode und einem Schrank unterbringen. Nach der langen Fahrt und dem Aufstieg kam das reichliche Abendmenü gerade recht und wir gingen zum gemütlichen Teil des Abends über. Vor dem zu Bett gehen versprach der Blick zum Sternenhimmel eigentlich für den nächsten Tag gutes Wetter.

Am Morgen jedoch waren wir vom aufkommenden Schneefall und Nebel nicht so begeistert. Nach dem Frühstück machten wir uns dann für unsere erste Tour fertig. Vor dem Haus legten wir die Schneeschuhe an und machten den obligatorischen LVS-Test. Nun ging es gleich steil unserem 1. Ziel entgegen. Der Aufstieg sollte über den Limosee zur Pareispitze auf 2794m gehen. Beim Limosee angekommen, stellten wir fest, nichts ist gespurt also war Spurarbeit angesagt. Bei tiefem Neuschnee bzw. verblasenem Pressschnee gings hinauf bis auf circa 2600m. Bei Schneefall, Nebel und einer Hundskälte beschlossen wir hier oben umzukehren, da eine Besserung der Wetterverhältnisse nicht vorstellbar war. So stiegen wir unsere Aufstiegsspur suchend wieder ab und kehrten bei der Lavarellahütte noch zum Kaffee mit Kuchen ein. Am Abend besserte sich das Wetter und die Hoffnung auf den nächsten Tag mit besserem Wetter stieg.

Die Nacht war sternenklar, doch am Morgen wir konnten es nicht glauben, sah es aus wie Tags zuvor. Der Wetterbericht der sagt was anderes. So gingen wir nachdem Frühstück mit mit obligatorischem LVS-Check wieder auf Tour. Unser heutiges Ziel war die Biwakschachtel della Pache am Monte Castello. Wieder waren wir bei Schneefall und schlechter Sicht unterwegs vorbei am Limosee und Großer Fanesalm Richtung Biwak. Auf der linken Seite nach Karte machten wir im Nebel immer wieder die Furcia Rossa Spitzen aus und auf der rechten Seite ging der Weg unter der Ostwand der Cime Ciampestrin entlang. Die Sicht wurde nicht besser und der Wind lies auch nicht nach. Wir stiegen bei Sturm die letzten Höhenmeter zum Bivaco della Pache eine alte Holzhütte aus den Weltkriegen hinauf und waren froh in der zwar kalten Hütte, doch nicht mehr dem Sturm ausgesetzt, eine schöne Rast auf 2760m machen zu können. Der Abstieg ging auf der gleichen Route wieder mit Spurensuche und schlechter Sicht zur Großen Fanesalm. Hier machten wir im Windschatten der Alm nochmals eine Pause, bevor wir den Rückweg zum Rifugio Fanes angingen. Eine warme Dusche war an diesem Tag der Ausgleich für die Kälte.

Ein neuer Tag und der begann mit Sonnenschein. Beim Frühstück war die Laune wie heute das Wetter, nämlich gut und so waren wir bald alle vor der Hütte zum obligatorischem LVS-Check versammelt. Heute stand der Heiligkreuzkofel auf dem Programm und so gingen wir vorbei an der Lavarellahütte hinauf zum Ciastel de Fanes. Auf der Hochfläche blies ein sehr kalter Nordwind und wir querten hinüber zur Kreuzkofelscharte um einen Blick nach Westen nach Alta Badia,Corvara und Langkofel sowie Marmolada zu geniesen. Das Wetter wollte aber nicht so richtig mitspielen, von Westen zog eine Front heran und so stiegen wir über den Sommerweg an der Lavarellahütte vorbei zum Rifugio Fanes ab. Beim Abendessen besprachen wir den nächsten Tag, der sollte nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Schlittenfahrt nach Pederü die Schneeschuhtour im Fanesgebiet beenden. Im Tal angekommen luden wir unsere Rucksäcke und Schneeschuhe, die uns der Wirt freundlicherweise mit dem Schneemobil mitgenommen hatte ,in unser Auto um und konnten die Heimfahrt beginnen. Die Rückfahrt verlief dieses mal ohne Störung und wir kamen in Nürnberg alle um eine Tourenerfahrung reicher und gesund wieder zurück.

Werner Urban