Sektionswanderung am Sonntag, den 07.10.2018

Datum

Sektions-Wandergruppe | 7. Oktober 2018

Sektionswanderung 4. Quartal 2018
Die Sektionswanderung findet am Sonntag, den 07.10.2018 statt.
Über die Sulzfelder Weinlagen nach Marktbreit mit Alfred Kellermann

Sie geht von Kitzingen – Sulzfeld Michelskeller nach Marktbreit
ca. 14 km, Abfahrt Nbg. Hbf. 9:05 Uhr mit Tagesticket Plus 19,70 €
Leitung: Alfred Kellermann

Treffpunkt mindestens 15 min. vor Abfahrt in der Mittelhalle des Hauptbahnhofs.
Mittagessen in den fettgedruckten Ortschaften. Bitte eventuelle Preis und Fahrplanänderungen beachten!

Geschichte
Kultiviert wurde die Weinrebe am dem Jahr 300. Den ersten urkundlichen Hinweis auf Weinanbau in Würzburg liefert eine Markungsbeschreibung aus der Zeit des Frankenkaisers Karls des Großen aus dem Jahr 779. Im heute noch so bekannten Alandsgrund zwischen Würzburg und Randersacker baute der Freie Fredthant in seinem „Weingarten” Reben an. Der Umfang der in der Quelle genannten Anbautätigkeit lässt darüberhinaus auf eine noch längere landwirtschaftliche Tradition schließen. [1] Nicht zuletzt aufgrund des umfangreichen Weinanbaus durch das Würzburger Bürgerspital erlangte der heute weltweit geschätzte Frankenwein seine Bedeutung. [2]

Fakten zum Frankenwein
Rebsorte Silvaner Franken hat eine Anbaufläche von 6.063 Hektar und ist somit das sechstgrößte Weinbaugebiet Deutschlands (nach Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg und Mosel).
Rund 80% der angebauten Frankenweine sind Weißweine, angeführt von den Sorten Müller-Thurgau (1754 ha, abnehmend), Silvaner (1380 ha, zunehmend) und Bacchus (736 ha, leicht abnehmend). Bei den Rotweinen werden die Rebsorten Domina (337 ha, leicht abnehmend), Blauer Spätburgunder (260 ha, gleichbleibend) und Dornfelder (151 ha, gleichbleibend) bevorzugt angebaut (Stand: 2012). Über einen längeren Zeitraum betrachtet haben vor allem Rotweine eine Zunahme zu verzeichnen.
Der teuerste Weißwein ist der 2009er BT Spätlese trocken vom Juliusspital. 0,75 Liter kosten 35 Euro.
Der teuerste Rotwein ist vom Weingut Rudolf Fürst aus Bürgstadt. Es handelt sich um einen 2007er Hunsrück Spätburgunder „R" trocken, 0,75 Liter kosten 85 Euro.
Der älteste noch trinkbare Wein ist ein 1540er Würzburger Stein Riesling. Die letzte Flasche befindet sich im Bürgerspital zum Heiligen Geist. Es handelt sich dabei um Wein, der aus dem Schwedenfass in Flaschen umgefüllt wurde.
Die am häufigsten verwendete Flaschenform ist die Literflasche (44%), gefolgt vom Bocksbeutel (32%).

[1]Die Geschichte des fränkischen Weinbaus bei www.weinland-franken.de
[2]Hochspringen ↑ Bruno Rottenbach: 660 Jahre Bürgerspital. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. von Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 268-280; S. 280a

Sektion NORIS des Deutschen Alpenvereins e.V.