Naturschutzwanderung am Sonntag, 18.03.2018 "Zu den Märzenbechern"

Datum

Naturschutz | 18. März 2018

Naturschutzwanderung 1. Quartal 2018
Die nächste Naturschutzwanderung findet am Sonntag, den 18.03.2018 statt.
In die Hersbrucker Schweiz zu den Märzenbechern mit Alfred Kellermann

Zu den Märzenbechern
Sie geht von Schnaittach – Algersdorf – Schlossberg Igelwirt über Osternohe nach Hedersdorf
ca. 12 km, Abfahrt Nbg. Hbf. 9:05 Uhr mit Tagesticket Plus 19,70 €
Leitung: Alfred Kellermann

Treffpunkt mindestens 15 min. vor Abfahrt in der Mittelhalle des Hauptbahnhofs.
Mittagessen in den fettgedruckten Ortschaften. Bitte eventuelle Preis und Fahrplanänderungen beachten!

Die Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum), auch Märzenbecher, Märzbecher, Märzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Es ist eine der beiden noch in der Gattung Leucojum verbliebenen Arten; die zweite Art ist die leicht zu unterscheidende Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum). Der Gattungsname leitet sich vom Griechischen leukos = weiß, ion = Veilchen (der Geruch ist veilchenartig) ab. Der Artname vernum kommt aus dem Lateinischen ver = Frühling.

Die Frühlingsknotenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Sie bildet unterirdische Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus und zählt daher zu den Zwiebel-Geophyten. Die etwa 2 cm dicken Zwiebeln werden vom scheidenförmigen Blattgrund gebildet und liegen circa 30 cm tief im Erdreich. Bereits im Frühsommer werden die Laubblätter wieder eingezogen – die Frühlingsknotenblume gehört folglich zu den vorsommergrünen Pflanzen.

Meist drei bis fünf breit-linealische, dunkelgrüne Laubblätter stehen an der Basis der Pflanze. Sie sind bis zu 20 cm lang und werden etwa 1 cm breit.

Ein charakteristisches Merkmal dieser Pflanzenart ist die 3,5 cm lange einblättrig-wirkende und häutige „Blattscheide“. Diese besteht aus zwei miteinander verwachsenen Hochblättern und überragt den ansonsten blattlosen Stängel. Die Blütezeit erstreckt sich gewöhnlich von März bis April. An günstigen Standorten können jedoch bereits im Februar die auffälligen Blüten ausgebildet werden. Die duftenden, weißgefärbten, glockenförmigen, zwittrigen, dreizähligen Blüten hängen meist einzeln, selten zu zweit, nickend am Blütenstandsschaft. Die sechs Perigonblätter sind fast gleich lang und weisen an den stumpf-zipfelig auslaufenden und verdickten Blütenblattspitzen eine gelbgrüne, fleckenartige Färbung auf. Es sind sechs freie Staubblätter mit orangen Staubbeuteln vorhanden. Der Griffel ist keulenförmig. Der deutsche Name für diese Pflanzenart leitet sich von der frühen Blütezeit und dem knotenartigen, unterständigen Fruchtknoten ab.

Die Nektarabsonderung der Frühlingsknotenblume ist gering und damit ökologisch ohne Belang. Jedoch besitzt die Pflanze dünnwandige, saftreiche Diskuszellen, die von diversen Insekten angebohrt werden können. Bienen und Tagfalter treten als Hauptbestäuber in Erscheinung. Angelockt werden sie u. a. von dem veilchenartigen Blütenduft, der an den Saftmalen besonders intensiv ausgeprägt ist. Die befruchtete Samenanlage senkt sich nach der Blüte langsam zum Boden ab. Verbreitet wird die Pflanze durch Tiere, die deren Frucht, eine birnenförmige und fleischige fachspaltige Kapsel, fressen und den schwarzen kugeligen Samen wieder ausscheiden.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 20, 22 oder 24.

Sektion NORIS des Deutschen Alpenvereins e.V.